Broccoli selbst anbauen

Broccoli
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Broccoli, manchmal auch Brokkoli geschrieben, ist ein anspruchsvolles, nicht winterhartes Gemüse. Optimal wächst er nur in neutralem Boden bei warmer, windgeschützter und sonniger Lage.

1. Was muss man beim Aussäen und Anpflanzen beachten

Aussäen sollte man Broccoli Ende Februar sodass man Ende Juni ernten kann. Idealerweise verwendet man dafür ein Gewächshaus oder ein warmes Frühbeet. Brokkoli ist Dunkelkeimer, die Samen sollten in spezielle Anzuchterde gesät und ca. 2 mm mit Erde bedeckt werden. Nachdem die ersten Blätter sprießen, werden die jungen Pflanzen auf einen Abstand von etwa 5 cm in kleine Töpfe pikiert. Ab Ende April bis Anfang August kann Brokkoli ausgepflanzt werden. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte mindestens 50 cm betragen. In kälteren Regionen ist es außerdem ratsam, zum Kälteschutz ein Vlies oder eine Lochfolie zu verwenden.

2. Videotipp für Broccoli

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https://www.youtube.com/watch?v=5vxGQYxn9TA

3. Tipps zum Düngen und Pflegen von Broccoli

Für Brokkoli sollte der Boden stets neutral, durchlässig und vor allem nährstoffreich sein. Bei einem pH-Wert unter 7-6,5 sollte der Boden gekalkt werden. Zum Düngen eignet sich organischer Dünger wie Kompost oder Stallmist. Die zusätzliche Verwendung von Stickstoff ist etwa 3 Mal während der Wachstumsphase sinnvoll. Auch durch regelmäßiges Mulchen und das Anlockern der Erde zwischen den Pflanzen kann das Wachstum verbessert werden.
Brokkoli muss regelmäßig gegossen werden, damit die Erde nicht austrocknet. Hierbei ist darauf zu achten, die Blätter nicht zu befeuchten.

4. Welche Schädlinge und Krankheiten gibt es  und wie kann man diese bekämpfen

Grundsätzlich sollte man zur Vorbeugung von Krankheiten die Strünke nach der Ernte vollständig aus der Erde entfernen und anschließend vernichten (nicht kompostieren).
Eine typische Krankheit des Brocoli ist die Kohlhernie, ein Schleimpilz. Zur Vorbeugung ist es ratsam, Kalkstickstoff anzuwenden. Ist der Pilz jedoch einmal ausgebrochen, hilft nur noch das Vernichten der befallenen Pflanzen.
Der Kohlweißling, eine Schmetterlingsart, legt seine Eier an den Unterseiten der Blätter ab, die dann als Nahrung für die schlüpfenden Larven dienen. Um dies zu verhindern, können Sie die Eier mit den Fingern abstreifen und vorbeugend ein Vogelschutznest aufstellen.

Larven von Kohlweisslingen
Larven von Kohlweisslingen

Auch die Kohlfliege nutzt den Broccoli zur Eiablage. Die Eier werden am Wurzelhals der Pflanzen positioniert, sodass die schlüpfenden Maden die Wurzel zerstören. Der Befall kann durch Gemüseschutznetze und Kragen aus Pappe oder Kunststoff, die um die Wurzelhälse gelegt werden, verhindert werden. Legt die Fiege ihre Eier dort ab, vertrocknen die Eier. Zur Vorbeugung eignet sich Gesteinsmehl, das um die Wurzelhälse herum gestreut wird. Weitere Schädlinge für den Broccoli sind Kohlerdflöhe. Sie ernähren sich von den Blättern des Brokkoli und können durch einen stets feuchtgehaltenen, gut geharkten und gemulchten Boden ferngehalten werden.

5. Wie kann man Broccoli in der Küche verwenden

Ist die Aufzucht gelungen, kann Brokkoli nach dem Ernten vielseitig in der Küche eingesetzt werden. Ob pur als Beilage, garniert mit Dill-Sauce, als Gratin gemeinsam mit Nudeln oder Kartoffeln, zu Suppe verarbeitet oder als Zutat im Thai-Curry: der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.