Bauernregeln für den Mai

Achtung - nicht mit dem Maiglöckchen verwechseln!
Achtung - nicht mit dem Maiglöckchen verwechseln!

Wichtigen Bauernregeln und Lostage für den Mai!

  • Donner und Fröste im Wonnemond, Müh‘ und Arbeit wenig lohnt.
  • Ist der Mai recht heiß und trocken, kriegt der Bauer kleine Brocken.
  • Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun‘ und Fass.
  • Wenn im Mai die Wichteln schlagen, läuten sie von Regentagen.
  • Regen im Mai bringt fürs ganze Jahr Brot und Heu.
  • Gewitter im Mai bringen Früchte herbei.
  • Ein Bienenschwarm im Mai ist wert ein Fuder Heu.
  • Mairegen bringt Segen.
  • Ein kühler Mai wird hochgeacht‘, hat stets ein gutes Jahr gebracht.
  • Grünt die Eiche vor der Esche, gibt’s im Sommer große Wäsche. Treibt die Esche vor der Eiche, bringt der Sommer große Bleiche.
Achtung - nicht mit dem Maiglöckchen verwechseln!
Maiglöckchen

1. Mai: Philippus und Jakobus, Walburga
Georgus und Marks (23. und 25. April), die bringen oftmals was Arg’s;
Philippi und Jakobi, sind dann noch zwei Grobi;
Pankraz, Servaz, Bonifazi (12., 13., 14. Mai), das sind erst drei Lumpazi.
Oft der Urban gar (25. Mai), ist streng fürwahr, und Peter und Paul (29. Juni), die sind meist nur faul.
So viele Fröste vor Wenzeslaus (28. September) fallen, so viele nach Philippi folgen.
Wenn die Sonne gut ist am 1. Mai, gibt es viel Korn und ein gutes Heu.
Wenn es regnet am 1. Mai, regnet es auch weiter glei‘.
Regnet’s am ersten Maientag, viele Früchte man erwarten mag.
Wenn der 1. Mai schellt, grünt das ganze Feld.
Fällt am 1. Mai Reif, so hofft man auf ein gutes Jahr.
Kommt der 1. Mai mit Schall, bringt er Kuckuck und Nachtigall.
Sind Philippus und Jakobus nass, hat der Bauer großen Spaß.
Philippi und Jakobi – viel freß‘ i, wenig hab‘ i.
(Die Bauern warteten auf die nächste Ernte; sie mussten mit ihren Vorräten auskommen.)

3. Mai: Kreuzauffindung, St. Jakobus, St. Philippus
Wie’s Wetter am Kreuzauffindungstag, bis Himmelfahrt es bleiben mag.
Wenn es am Kreuztag heftig regnet, werden alle Nüsse leer und sind nicht gesegnet.
Zu Philipp und Jakobi Regen, bedeutet viel Erntesegen.

4. Mai: St. Florian
War’s an Ambrosius (4. April) schön und rein, wird’s an Florian umso wilder sein.
Der Florian, der Florian, noch einen Schneemann/hut setzen (tragen) kann.

6. Mai
Wenn sich naht Sankt Stanislaus (7. Mai), schlagen alle Bäume aus.
Wenn sich naht Sankt Stanislaus (7. Mai), rollen die Kartoffel heraus.

7. Mai: Stanislaus
Wenn Tränen weint der Stanislaus, das tut uns gar nicht leid, es werden blanke Heller draus, in ganz kurzer Zeit.
(Tränen = Regentropfen; Heller = Silbermünzen aus Schwäbisch Hall)*

Maiglöckchen
Maiglöckchen

10. Mai: Gordian
Der Gordian, der Gordian, der richtet oft noch Schaden an.
Dem kleinen Gordian man nicht trauen kann.
Dem Gordian, dem Gordian, man besser niemals trauen kann.
Kommt der Bott, kommt der Bott, regnet’s wie aus einem Pott.

Eisheilige von 11. bis 15. Mai

11. Mai: St. Mamertus (Eisheiliger)
(Eisheilige = Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie!)
Der heilige Mamerz, der hat von Eis ein Herz;

Pankrazi, Bonifazi, Servazi sind drei frostige Lumpazi. Und zum Schluss fehlt nie die kalte Sophie.
Mamertus, Pankratius und hinterher Servatius, sind gar gestrenge Herrn, die ärgern die Bauern und auch die Winzer gern.
Mamertus, Pankratius, Servatius, die bringen oft Kälte und Verdruss, doch auch der Bonifazi, das ist erst ein Lumpazi.
Pankratius, Servatius, Bonifatius, der Winzer sie beachten muss: Geh’n sie vorüber ohne Regen, bringt’s dem Weine großen Segen.
Gehen die Eisheiligen ohne Frost vorbei, schreien die Bauern und Winzer juchhei.

12. Mai: St. Pankratius (Eisheiliger)
Wenn’s an Pankratius gefriert, so wird im Garten viel ruiniert.
Ist Sankt Pankratius schön, wird guten Wein man sehn.
Wenn es am Pankratiustag schön ist, so ist das gutes Zeichen zu einem schönen und reichen Herbst.

13. Mai: St. Servatius (Eisheiliger)
Servaz muss vorüber sein, will man vor Nachtfrost sicher sein.
Nach Servaz kommt kein Frost mehr her, der dem Rebstock gefährlich wär‘.
Servatius‘ Hund der Ostwind ist – hat manches Blümlein totgeküsst.

14. Mai: St. Bonifaz (Eisheiliger)
Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost
Wer seine Schafe schrt vor Bonifaz, dem ist die Woll‘ lieber als das Schaf.

15. Mai: „Kalte Sophie“ (Eisheilige)
Die kalt‘ Sophie, die bringt zum Schluss ganz gern noch einen Regenguss.
Vor Nachtfrost bist du sicher nicht, bevor Sophie vorüber ist.
Gehen die Eisheiligen ohne Frost vorbei, schreien die Bauern und Winzer Juchei.

16. Mai: St. Nepomuk
Der Nepomuk uns das Wasser macht, dass uns ein gutes Frühjahr lacht.
Heiliger Sankt Nepomuk treib uns die Wassergüsse z’ruck.
Heiliger Nepomuk bring‘ uns die Wassergüss‘ zuruck.
(= Umkehrung des vorherigen Spruches, wenn es an diesem Tag zu starken Sonnenschein gab und die Hitze auf den Feldern brannte)

24. Mai: St. Esther
Lein, gesät an Esthern, wächst am allerbesten.

25. Mai: St. Urban
Der Klemens (23. November) uns den Winter bringt,
St. Petri Stuhl (22. Februar) dem Frühling winkt; den Sommer bringt uns St. Urban, der Herbst fängt nach dem Barthel (24. August) an.
Wie sich das Wetter an Urban verhält, so ist’s noch 20 Tage bestellt.
Das Wetter um den St. Urban zeigt auch des Herbstes Wetter an.
Scheint die Sonne hell am Urbanitag, wächst guter Wein nach alter Sag‘; wenn es aber regnet, ist nichts gesegnet.
Viel Sonne bringen muss St. Orben, sonst die Trauben leicht verdorben.
Wenn der Urban kein gut‘ Wetter hält, das Weinfass in die Pfütze fällt.
Urban, lass‘ die Sonne scheinen, damit wir nicht beim Weine weinen.
Wie der Urban sein Wetter hat, so findet’s auch in der Lese statt.
Der Urban mit viel Sonnenschein, der segnet unsere Fässer ein.
Sankt Blas‘ (3. Februar) und Urban ohne Regen, folgt ein guter Erntesegen.

Corpus Christi / Fronleichnam
Corpus Christ schön und klar, guter Wein in diesem Jahr.

31. Mai: Petronella/Maria Königin
Gibt es an Petronella Regen, wird sich auch das Getreide/der Hafer legen.
Wer erst Hafer sät an Petronell, dem wächst er gerne, gut und schnell.
Ist es klar an Petronell, messt den Flachs ihr mit der Ell‘.
Nach schönem Wetter bei Petronell, da messt den Flachs ihr mit der Ell‘.

Die Bauernregeln und Lostage für das restliche Jahr

8 Kommentare

  1. Der Spruch: Wer im Mai verehrt, was der September erst gewährt, dem ist ein schlimmer Winter beschert, müßte wohl eher lauten: Wer im Mai v e r z e h r t , was der September erst gewährt, dem ein schlimmer Winter beschert.

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